Geotours: Geocaher auf der Suche nach einem Geocache

Durch GeoTours den Tourismus fördern.

Mehr Besucher in die Region oder Stadt locken – DAS große Ziel des Tourismus Marketings. Doch wie kann das gelingen? Schließlich buhlen sämtliche Regionen um die Aufmerksamkeit und Zeit der potenziellen Gäste und Besucher. Dieser Tage startet wieder die ITB (Internationale Tourismus Börse), die Leitmesse der weltweiten Tourismusbranche. Das Messegelände in Berlin ist voll von Tourismusanbietern und Destinationen aus der ganzen Welt. Ein Stand aufwendiger als der nächste. Dabei haben wir doch alle maximal 6 Wochen Urlaub im Jahr und meist nur ein begrenztes Budget für unsere Ferien. Wie bekommst Du als Touristiker nun neue Besucher in Deine Region oder Stadt? Wie schaffst Du es als Region, ein wiedererkennbares Branding aufzubauen?
Eine mögliche Lösung ist Fokussierung. Damit ist die Konzentration auf spezielle Zielgruppen gemeint. Einige Region spielen aktuell das Thema „nachhaltiger Tourismus“ und zielen damit ab auf eine bestimmte Klientel, die umweltbewusst lebt und dies auch im Urlaub tun will. Sicher ein Trendthema, doch springen bereits schon wieder zu viele Mitbewerber darauf auf. Daher möchte ich heute eine mögliche Zielgruppe vorstellen und Wege aufzeigen, wie diese erreicht werden können. Die Rede ist von Geocachern!

Geocacher – wer oder was ist das?

Vermutlich hat mittlerweile fast jeder das Wort Geocaching schon mal gehört. Meist kennt man einen im erweiterten Bekanntenkreis, der sich diesem Spiel verschrieben hat. Das ist auch gar nicht so ungewöhnlich, schließlich gibt es aktuell über 15.000.000 registrierte Nutzerprofile auf der weltgrößten Plattform für das Spiel, geocaching.com.
Für alle die, die noch nie etwas davon gehört haben: Geocaching ist eine Art Schatzsuche bzw. Schnitzeljagd. Ziel des Spiels ist es, kleine oder große versteckte „Schätze“ zu finden. Die Schätze sind meist Plastikdosen, die ein Logbuch (Gästebuch) zum Eintragen enthalten. Oft sind diese an schönen und sehenswerten Plätzen versteckt. Die Koordinaten der Verstecke werden im Internet veröffentlicht, z.B. auf der Seite geocaching.com. So kann nun jeder registrierte Nutzer die Koordinaten abrufen und mittels GPS-Gerät oder Smartphone dorthin navigieren. Vor Ort beginnt dann die eigentliche Suche. Je nach Art und Schwierigkeit des Verstecks kann dies auch schon mal etwas länger dauern.
Ähnlich wie Pokemon Go ist Geocaching ein sogenanntes „location based game“. Der Unterschied zur digitalen Monsterjagd ist jedoch, dass hier echte, physische Schätze gefunden werden müssen. Die haptische Komponente ist also vorhanden und macht das Spiel in meinen Augen auch so vielfältig und abwechslungsreich. Hier findest Du ein kleines Einführungsvideo zum Spiel.
Der Zugang zum Spiel Geocaching ist heutzutage sehr einfach. War früher die Einstiegshürde durch die Notwendigkeit eines Outdoor GPS-Gerätes noch recht hoch, ist es heute vergleichsweise simpel, das Spiel einmal zu testen. Fast jeder Mensch hat das nötige Handwerkszeug schon in der Tasche – das Smartphone. Die Apps sind kostenfrei verfügbar und auch ein Account kann in Sekundenschnelle kostenfrei erstellt werden. Zwar gibt es auch die Möglichkeit einer Premiummitgliedschaft, für den Anfang ist das aber nicht zwingend notwendig. Weiterhin wird ein Stift benötigt. Natürlich gibt es Geocaches, die weit mehr Ausrüstung erfordern. Da es heutzutage Geocaching fast überall gibt, sind die Ausprägungen vielfältig.
Von den weltweit mehr als 3.082.000 versteckten Geocaches sind einige auf hohen Bäumen, in gesunkenen Schiffswracks, auf Inseln, auf Bergen, am Südpol und sogar aus der ISS. Logisch, dass dafür etwas mehr Equipment benötigt wird.
Geocacher gibt es in allen Altersstufen und sozialen Schichten. Die Website geocaching.com gibt an, dass es derzeit Geocacher in über 180 Ländern der Welt gibt. 80% aller Spieler sind zwischen 20 und 45 Jahren alt. In verschiedenen Diplomarbeiten (z.B. Telaar 2007) wurden detaillierte Erhebungen gemacht, dabei wurde heraus gefunden, dass Geocacher meist fest in Beruf und Familie verankert sind, technisch sehr interessiert, reisefreudig und Outdoor-affin sind. Das Bewusstsein für attraktive Freizeitgestaltung ist bei den Spielern sehr hoch ausgeprägt.
Warum das alles im Tourismus interessant sein kann: viele Geocacher planen ihren Urlaub unter Geocaching-Aspekten! Aus eigener Erfahrung als langjähriger Spieler kann ich berichten: nie würde ich meinen Urlaub in einer Region planen, wo es keine Geocaches gibt. Auf dieser Basis haben wir übrigens auch das erste und bisher einzige Geocaching-Reisebüro eröffnet.
Geotours: Geocacher auf der Suche nach einem Geocache

Geotours locken Geocacher an.

GeoTours ziehen Geocacher an

Mit dem Wissen, dass Geocacher ihren Urlaub so planen, dass sie ihr Spiel auch im Urlaub spielen können, haben einige Regionen begonnen, entsprechende Angebote aufzusetzen. Der Plattformbetreiber von geocaching.com hat darauf reagiert und 2011 die GeoTours eingeführt. Darunter versteht man eine Ansammlung von bis 150 einzelnen Geocaches, die entweder regional oder thematisch zusammenhängen. Die Idee dahinter ist, Geocachern ihre Urlaubsplanung zu erleichtern. Auf der Seite https://www.geocaching.com/play/geotours
finden Geocacher aktuell eine Auswahl von etwa 80 GeoTours weltweit. Jede einzelne Geotour verspricht den Cachern ein besonderes Erlebnis: tolle Geocaches an interessanten Orten, Belohnungen in Form von Trackables oder Geocoins, mitunter Ermäßigungen für bestimmte Attraktionen in der Region, Gutscheine für lokale Geschäfte und vieles mehr.
Für die Regionen, die eine GeoTour aufsetzen, ist in dem Marketing-Paket vieles enthalten: Banner-Einblendungen, Instagram-, Facebook-, Twitter- und Blogpromotion der GeoTour auf den Kanälen von geocaching.com, Zugang zu Ressourcen zur Gestaltung einer eigenen Geocoin, Ermäßigungen auf den Einkauf von Geocaching Merchandise uvm. Da die Reichweite der social media Kanäle von geocaching.com recht groß ist, kann hier von Anfang an viel Aufmerksamkeit erzeugt werden.
Als Geocacher weiß ich: plane ich eine Geotour als Urlaubsziel ein, muss ich mir um meinen Spielspaß keine Sorgen machen! Zudem werde ich die Zielregion so ganz von allein spielerisch kennenlernen!

Was bringt eine GeoTour?

Im Gegensatz zu vielen anderen möglichen Marketing-Maßnahmen im Tourismus lässt sich eine GeoTour wunderbar auswerten! Geocacher lieben ihre Statistiken, daher loggen sie sämtliche Funde in der App oder auf der Website. Derjenige, der den Geocache betreibt, bekommt für jeden Log eine Email. Auch kann auf der Seite eines jeden einzelnen Geocaches nachgesehen werden, wie viele Besuche ein Geocache generiert hat.
Wir setzen Geocaching ja auch ein, um Unternehmen neue Besucher zu ermöglichen, wie hier im Beispiel beschrieben. Als Tourismus-Beauftrager wird Dein Ziel aber sein, Übernachtungen zu generieren. Um das zu erreichen, ist natürlich ein Geocache nicht genug.
Im Schnitt sucht ein Geocacher an einem Spieltag 7 Geocaches. Um also Übernachtungen zu „provozieren“, muss rein statistisch die doppelte Anzahl an Geocaches versteckt werden. Das Angebot an Geocaches in einer Region sollte also die Spieler für mehrere Tage beschäftigen.
Ist ja auch nachvollziehbar: als Spieler möchte ich, besonders bei einer weiten Anreise, ein angemessenes Angebot vorfinden und nicht gleich am ersten Nachmittag vor Ort fertig sein.
Mein Team und ich haben bereits einige Geotours umgesetzt. Die Geotour für die Stadt Hannover ist im Laufe der Zeit immer wieder erweitert worden. Mittlerweile ist sie so umfangreich, dass nachweislich Geocacher aus der ganzen Welt nur deswegen in Hannover wochenweise Urlaub machen.

Geotours – für wen sind sie geeignet?

Eine GeoTour ist eine geeignete Maßnahme für:

  • Kommunen
  • Städte
  • Länder
  • Unternehmen
  • Parks
  • Hotels
  • Verbände

die mehr als einen Geocache planen. Mindestens 5 sollten es sein, besser ist jedoch eine zweistellige Anzahl, um für die Spieler eine gewisse Relevanz zu erzeugen.Weiterhin sollte eine Absicht vorhanden sein, wie zum Beispiel:

  • Spieler in die Region zu locken und dazu zu bewegen, Übernachtungen zu buchen
  • Informationen auf spielerische Weise zu vermitteln (Stadtführung mal anders)
  • Marken-Wahrnehmung zu schaffen (s. Schatzhüterin)
  • Geschäfte vorzustellen

Wenn Du in eine der genannten Gruppen gehörst und eine Absicht formulieren kannst, dann ist eine GeoTour das richtige Instrument für Dich. Beachte, dass GeoTouren nicht allein regional wirksam sind. Auf der Seite https://www.geocaching.com/play/geotours werden alle GeoTours weltweit aufgeführt. Ziel ist ganz klar, Geocachern geeignete Urlaubsziele vorzuschlagen. Das wird auch funktionieren, wenn Deine GeoTour die Erwartungen erfüllt. Dann wirst Du tatsächlich internationale Gäste erwarten können! Natürlich starten zunächst die regionalen Spieler mit dem Absolvieren Deiner GeoTour. Du erreichst also hier sowohl im nahen als auch im weltweiten Umfeld Aufmerksamkeit!

Wie startest Du eine GeoTour?

Um eine GeoTour zu starten, solltest Du zunächst Kontakt aufnehmen zum Geocaching HQ. Es gibt dort ein Team, welches Dich ausdrücklich berät und Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Mittlerweile gibt es einen umfangreichen Supportbereich mit vielen Ressourcen wie Best-Practise Beispielen, GeoCoin-Mustern, Tour-Passports usw. Erkläre dort in einer ersten formlosen Email, was Du vorhast und was Deine Ziele sind. Zumeist erfolgt dann ein Skype-Gespräch, in dem ihr gemeinsam in die Details geht. Da beim Geocaching HQ auch einige deutsch-sprachige Mitarbeiter tätig sind, musst Du Dir keine Sorgen vor der Sprachbarriere machen.Wahrscheinlich werden Dir dann die verschiedenen Pakete vorgestellt (silber, gold und platin). Meine Kunden haben bisher stets die silber Variante gewählt und dafür mehr Ressourcen in die Ausgestaltung der eigentlichen Geocaches gesteckt. Wenn das Budget bei Dir eher knapp ist, empfehle ich Dir ebenfalls diesen Weg.Klar sind in den höheren Paketen mehr Marketing-Optionen, Bannereinblendungen und Promotion durch geocaching.com enthalten. Aber wenn die Basis nicht stimmt (die Caches), dann wäre jegliches Budget für die Bewerbung dieser verschwendet. Gute Geocaches sprechen für sich selbst. Unterstützt durch die in allen Varianten enthaltenen social media Posts erreichst Du auf jeden Fall viel. Außerdem kannst Du zusätzliche Marketing-Leistungen später immer noch dazu buchen und auch ein generelles Upgrade ist während der Laufzeit möglich.

Welche Elemente hat eine GeoTour?

  • Caches

Klar, für eine GeoTour brauchst Du in erster Linie Geocaches. Dafür gilt grundsätzlich alles, was auch für singuläre Geocaches gilt. Die Abstandsregel muss ebenso eingehalten, die Notwendigkeit einer Genehmigung besteht auch hier und aus Marketing-Sicht sollte der Geocache natürlich auch für sich genommen hochwertig und spannend sein.Geh davon aus, dass nicht jeder Spieler die Geocaches einer GeoTour in der von Dir gedachten Reihenfolge absolviert oder sämtliche Geocaches innerhalb der Tour macht. Trotzdem willst Du natürlich auch diesen Cachern ein tolles Erlebnis bereiten und sie überzeugen.Lege daher maximalen Wert auf die Gestaltung jedes einzelnen Geocaches! Ziel sollte sein, dass jeder für sich viele Favoritenpunkte sammelt. Bei einer Geotour wird übrigens gleich oben rechts auf der Startseite die kumulierte Anzahl der Favoritenpunkte angezeigt! Für mich als Sucher sind natürlich die spannend, die schon viele solcher Punkte haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich da wirklich lohnenswerte Caches vorfinde, ist dann recht hoch.Bei einer GeoTour ist meine Empfehlung, möglichst auf Traditional Caches zu setzen. Spieler können so den Aufwand besser einschätzen und die Häufigkeit der Besuche wird deutlich höher sein als bei Multis und Mystery-Caches. Eine Ausnahme dazu gibt es: Geo-Art. Darunter versteht man das Anordnen von Geocache-Icons auf der Karte zu einem kunstvollen Gesamtbild. Ich widme diesem Thema einen eigenen Blog-Artikel, möchte an dieser Stelle nur darauf hinweisen, dass dies am besten mit Mystery- oder Letterbox Caches geht und das dies nicht zu unterschätzende Komplementierungseffekte auslösen kann!
Um das Gesamtkonstrukt Deiner GeoTour abzurunden, kannst Du Deine Geocaches einem Oberthema unterordnen. Viele GeoTouren wollen „einfach nur“ die Gegend vorstellen. In den USA sind das dann oft Nationalparks o.ä. Das funktioniert als Ziel und ist dafür auch ausreichend. Spannender finde ich aber, wenn dem Ganzen noch ein „Meta-Spiel“ aufgesetzt wird. Mein Team und ich haben vor ein paar Jahren mal das Monopoly Spiel auf die Straßen von Hannover gebracht. In jeder auf dem Spielplan zu findenden Straße haben wir in der echten Welt auch einen Geocache versteckt. So wurde die gesamte Stadt zum Spielfeld. Die Straßen konnten durch das Finden der Caches gekauft werden und spätere Spieler mussten Miete bezahlen. Im Grunde waren es aus heutiger Sicht 30 zwar ansprechende aber keine extraordinären Geocaches. Der Oberbau des Spiels hat aber eine enorme Sammelleidenschaft ausgelöst und uns sehr viele Besuche beschert. Ein anderes Beispiel ist www.geocatan.de. Diese Idee ist bisher nicht umgesetzt, sondern lediglich als Dummy angelegt. Grundgedanke ist, das „Die Siedler von Catan“ Spiel in die reale Welt zu transportieren.Welches Thema passt zu Deinem Business oder Deiner Region? Eine spannende Agentengeschichte? Ein historischer Kriminalfall? Eine Science-Fiction Story? Mach Dir Gedanken dazu, die Spieler werden es Dir danken!Bei einer GeoTour kannst Du auch mit Bonus-Caches arbeiten. Mach es zur Bedingung, dass alle Caches der GeoTour gefunden werden müssen, um den Bonus-Cache zu absolvieren. Das kannst Du durch einzusammelnde Variablen oder eine zu vervollständigende URL gut umsetzen. In jedem der Caches ist dann ein Teil der Lösung. Auch so lässt sich der Sammeltrieb zusätzlich befeuern.

Wie bekommt Deine Geotour tolle Geocaches?

Es kann sein, dass sich an Deinem Projekt sehr versierte Geocacher beteiligen. Du kannst es sogar im Vorfeld herausfinden. Wenn Du ein Event anlegst und sich die Leute anmelden, kannst Du vorher deren Profile aufrufen. In diesen schaust Du unter dem Punkt „Geocaches“ und dann auf „eigene Geocaches“. Jetzt bekommst Du alles angezeigt, was der Owner bisher versteckt hat.Du kannst Dir nun die Liste nach erhaltenen Favoritenpunkten sortieren lassen und bekommst so einen Überblick, wie gut andere Spieler dessen Arbeit bisher fanden. Ist jemand dabei mit besonders vielen Auszeichnungen durch Favoritenpunkte? Super, schreibe diese Person im Vorfeld direkt an und frage, ob sie oder er sich eine intensivere Zusammenarbeit vorstellen kann. Noch besser wirkt es natürlich, wenn Du Dir die Caches desjenigen auch schon mal persönlich angeschaut hast. Das zeugt von Engagement !An dieser Stelle ist sehr wichtig, dass Qualität im Spiel ist. Ich persönlich würde nicht automatisch jeden Cacher als Konstrukteur beschäftigen. Zwar können mitunter auch „Newbies“ sehr gute Ideen haben, aber ein reichhaltiger praktischer Erfahrungsschatz gepaart mit guten handwerklichen Fähigkeiten ist durch nichts zu ersetzen.Ich selber habe früher sehr oft Owner angeschrieben, deren Caches mich begeistert haben. So hatte ich „Subunternehmer“ aus der ganzen Republik. Natürlich ist diese Methode aufwendig und damit verbunden, dass das Hobby selber aktiv betrieben wird. Übrigens habe ich so auch einen meiner heutigen festen Mitarbeiter gefunden.Wenn niemand geeignetes dabei ist und Du auch selber den Aufwand nicht betreiben kannst, hast Du trotzdem einige Möglichkeiten.

  1. Stangenware kaufen

Das Geocaching HQ und auch einige Geocaching Shops bieten fertige Verstecke an. Für die Grundausstattung wie geeignete, wasserdichte Behälter, Logbücher, Hinweissticker usw. ist das auch nicht schlecht, auch wir bestellen da hin und wieder. Es lohnt sich aber, genauer hinzuschauen. Viele der angebotenen Produkte bekommst Du genau so gut im Bau- oder Supermarkt. Einiges kannst Du zu ähnlichen Preisen selber produzieren lassen, sogar mit eigenem Layout wie z.B. Aufkleber für die Caches.Was Du bitte nicht machst: fertige Verstecke kaufen. Zwar erscheint es dem Laien wie eine kreative Idee, ein spezielles Geocaching-Vogelhaus, eine Geocaching-Straßenkappe, einen Geocaching-Vermessungspunkt, einen Geocaching-Tannenzapfen oder ein Geocaching-Schneckenhaus zu kaufen aber glaub mir bitte – das ist es nicht. Alles, was als Stangenware angeboten wird, findest Du auch regelmäßig im Einsatz und dadurch wird es wieder beliebig und langweilig.

  1. Experten finden

Wie oben schon erwähnt, kannst Du versuchen, versierte Geocache-Konstrukteure zu finden und diese für Dich Geocaches bauen lassen. Solltest Du niemanden finden, kannst Du Dich gerne an uns wenden und wir vermitteln Dir Geocacher aus Deiner Region.

  1. Maßanfertigungen kaufen

Qualität ist das A und O. Lokale Qualität ist noch besser. Wenn dies aus irgendwelchen Gründen nicht umsetzbar ist, dann besorg Dir die Qualität anderswo. Wir haben immer mal wieder Einzelstücke und Prototypen in unserer Werkstatt. Einige davon bieten wir zum Kauf an. Unter www.kundenschatz.de/shop findest Du eine Reihe von Beispielen und kannst auch komplette Neuentwicklungen in Auftrag geben

  • eigene GeoTour-Seite

Ein weiteres wichtiges Element Deiner GeoTour ist die zugehörige Seite. Diese wird auf einer Unterseite von geocaching.com platziert und erfährt dadurch in der Community die notwendige „Legitimation“. Die Seite hat verschiedene Elemente:

  • Name
  • Headergrafik
  • Foto-Slideshow (umfasst unterschiedliche viele Bilder, abhängig vom gewählten Paket)
  • Einführungstext
  • Link zu einer damit verbundenen Seite (z.B. Deiner Homepage)
  • Links zu Social Media Kanälen (Facebook, Youtube, Twitter, Instagram, Pinterest, …)
  • GeoTour-Nummer
  • Übersichtskarte mit allen zur Tour gehörenden Caches
  • Auflistung aller zur Tour gehörenden Caches
  • Anzeige der kumulierten Favoritenpunkte
  • Link zum einfachen Download der GeoTour als Pocket Query (relevant für Offline-Geocaching, ansonsten eine Premium-funktion, bei GeoTours auch für alle Basis-Mitglieder verfügbar)
  • Sponsorenlogos

Das Schöne daran ist: hier kannst Du nahezu schalten und walten wie Du möchtest. Die kommerzielle Regel gilt für diese Seite nicht, Links sind ausdrücklich erlaubt. Du kannst auch den Einführungstext SEO-mäßig optimieren, sodass er Dein Kerngeschäft unterstützt. Nutze ruhig alle Optionen dafür aus! Viele GeoTour-Hosts haben nur wenige Bilder und kaum Social Media Links gesetzt. Es gibt keinen Grund, diese Ressourcen ungenutzt zu lassen!

  • Geocoin

Bei einigen GeoTours kann man als Spieler am Ende eine oder mehrere Geocoins erhalten. Teilweise werden die als Belohnung verschenkt, teilweise werden sie aber auch verkauft. Dort, wo sie verkauft werden, erspielen sich die Geocacher quasi die Berechtigung, die Coins kaufen zu dürfen, da diese sonst nicht im freien Handel verfügbar sind.Eine Geocoin, die natürlich vom Host gestaltet wurde und dessen Botschaft weiter in die Welt trägt, ist ein tolles Souvenir für die Sucher. Viele stellen sich diese zu Hause in die Vitrine und machen dadurch weiter Werbung für Deine Tour. Das ist Werbung, für die die Abenteurer sogar Geld ausgeben – besser geht es nicht.Außerdem ist eine Geocoin ein super Anreiz für die Spieler, die Tour komplett zu absolvieren.

  • Stempelhefte

Die Tour-Anbieter vergeben häufig Stempelhefte, in welche die Cacher an den Caches Stempel, Sticker oder Lochungen machen, um ihren Besuch zu dokumentieren. Diese Stempelhefte können in gedruckter Form vorliegen oder auch nur als PDF Download. Sind sie gefüllt, werden sie an der Verkaufsstelle der Coins vorgezeigt und der Kauf kann erfolgen. Ein einfacher aber effizientes Kundenbindungsinstrument!Es spricht im Übrigen nichts dagegen, in dem Stempelheft weitere Informationen über Dich und Dein Geschäft unterzubringen bzw. sogar Wertcoupons für besondere Deals in den Geschäften in der Nähe der Caches.

  • Blog, Newsletter Artikel

Je nach gebuchtem Paket bekommst Du zu Deiner GeoTour auch noch Newsletter Artikel, Posts auf Facebook, Instagram und Twitter über die Kanäle vom Geocaching HQ. Das sind nicht zu unterschätzende Tools, die viel Reichweite haben. Die Aktivität der Geocacher auf den jeweiligen Kanälen ist sehr hoch, so dass dadurch eine sehr gute Anschub-Kommunikation zu erwarten ist. Des weiteren spielt auch hier der Faktor „Legitimation“ eine nicht zu unterschätzende Rolle. Kommunikation über Deine GeoTour seitens des HQ wird für viele Spieler klar machen, „ah, das ist offiziell und daher OK“. Denn das Medium der GeoTour ist an sich noch ziemlich neu und nicht überall in der Community bekannt.Für den Blog sowie den Newsletter Artikel wirst Du Texte anliefern müssen und gerne auch unterstützendes Bildmaterial. Beachte dabei, dass dies an Geocacher ausgeliefert wird. Das Thema sollte also primär Deine GeoTour und die Caches sein, nicht Dein Business oder Deine Region. Auch hier gilt „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“

  • Banner

Zu Deinem GeoTour-Paket gehören auch eine bestimmte Anzahl von Banner Werbungseinblendungen, bei „silber“ z.B. sind das 1.000.000 Einblendungen.Die Banner können von Dir gestaltet werden, müssen jedoch in einen vorgegebenen Rahmen eingefügt werden. Es gibt zwei verschiedene Formate und jedes kann auch dynamisch gestaltet werden mit bis zu 4 wechselnden Bildern/Grafiken. Auch hier ist zu beachten, dass damit die GeoTour beworben werden soll. Spieler sollen animiert werden, diese zu besuchen. Sei daher vorsichtig mit allzu werblichen Botschaften.

  • Profilbanner

Wie auch schon im Abschnitt über einzelne Geocaches erklärt, stehen Geocacher auf Banner und Badges aller Art. Gestalte Du daher auch ein solches für Deine GeoTour. Das kann auch dynamisch sein. Wir haben in unsere Banner z.B. einen Zähler integriert. Dieser gibt an, wie viele Caches aus der GeoTour vom entsprechenden Cacher schon gefunden wurden. Das kopieren sich die Spieler in ihre Userprofile und machen so kostenfrei Werbung für Deine Tour. Hier einige Beispiele unserer Banner: Du kannst dazu gerne den Banner-Generator unter www.kundenschatzde/banner nutzen. Dir wird dann kurzfristig ein Banner zugeschickt, welches Du dann allen Deinen Listings zufügen kannst. Das ist kein offizielles Instrument aber in meinen Augen eine sinnvolle Ergänzung!

  • Unterstützung finden

Eine GeoTour ist wirklich mit viel Arbeit verbunden. Die lohnt sich, sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Nicht nur der Initialaufwand hat es in sich, auch die laufende Betreuung. Eine GeoTour erzeugt eine gewisse Erwartung bei den Spieler was die Qualität und den Zustand der Caches angeht. Plane also Ressourcen für Pflege und Wartung ein. Das heißt nicht, dass Du alles selber machen musst! Wenn mein Team und ich eine GeoTour planen, arbeiten wir sehr eng mit der örtlichen Community zusammen. In aller Regel ist diese offen für solch ein Vorhaben und bringt sich gerne mit ein. Ich verrate Dir, wie Du Dir diese Effekte zu Nutze machen kannst! Wenn Du:

  • Dich grundsätzlich für die Vorteile einer GeoTour entschlossen hast
  • Deine Ziele feststehen (Vorstellung von Orten, Kommunikation von Botschaften, …)
  • mit Groundspeak das beste Paket für Deine Zwecke besprochen hast
  • Du mindestens fünf, besser jedoch zehn Locations/Caches vorgesehen hast

dann kannst Du in die tatsächliche Umsetzung kommen.Sofern Du nicht vorhast, ein eigenes Team dafür aufzubauen oder unser Team beauftragen möchtest, solltest Du durchaus die Kompetenzen der regionalen Geocacher abfragen.Schaue dazu zunächst, ob es auf Facebook eine örtliche Geocaching-Gruppe oder Seite gibt. Werde dort Mitglied und stelle Dich vor.Erläutere dann Dein Vorhaben, eine GeoTour ins Leben rufen zu wollen.Nutze dafür unbedingt das öffentliche zugängliche Infomaterial von Geocaching. Das wird akzeptiert und erfährt durch die „offizielle“ Quelle Legitimation.Erkläre, dass Deine GeoTour ein offenes Projekt ist und Du Dich über Beteiligung freust. Die Beteiligung kann sehr unterschiedlich erfolgen:

  • durch Co-Ownerschaft
  • durch Cache-Kreation
  • durch Übernahme von Patenschaften
  • durch Hilfe bei „Nebentätigkeiten“ wie Banner- und Coindesign

Als nächsten Schritt solltest Du ein Info-Event dazu einreichen. Mach dies rechtzeitig vorher und verlinke auch in diesem das Infomaterial von Groundspeak. Mach es Deinen Gästen leicht, zuzusagen, indem Du ein guter Gastgeber bist. Vielleicht gehen die Getränke auf dem Event auf Dich?Für das Event solltest Du folgendes vorbereitet haben:

  • Infos zum Tool „GeoTour“ allgemein
  • Deine Pläne, Dein Thema
  • falls Dein Projekt schon bestimmte Locations vorsieht, stelle auch diese vor
  • Vorstellung von Bereichen, in denen Du Hilfe benötigen kannst
  • Abfragemöglichkeit für Beteiligungen (eine einfache Liste reicht)
  • Genug Raum für Ideen der Gruppe
  • einen Mustergeocache, um die Marschrichtung vorzugeben (falls Du keinen hast, kannst Du leihweise einen aus unserem Fundus bekommen. Einfach eine Mail an info@kundenschatz.de senden)

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du auf so einem Event eine hinreichend große „Freiwilligenarmee“ rekrutieren kannst! Je konkreter die Ziele und je klarer Deine Kommunikation, um so höher ist die wahrscheinlich.Natürlich solltest Du den Helfern auch etwas bieten. Diese können sein:

  • Ownerschaft für Deine Caches (die Geocaches laufen unter dem Account des Helfers)
  • Locations, die konfliktfrei sind und darüber hinaus eine gewisse Attraktivität bieten
  • Zugang zu Ressourcen in Form von Material bzw. Materialbudget

Geotours – so gelingt der Start!

Steht alles? Sind alle Geocaches vor Ort, funktional, getestet und einsatzbereit? Alle Bilder und Links auf der GeoTour Seite platziert? Liegen die Geocoins in der Tourist-Info bereit? Dann kann es ja losgehen! Das Thema Geocaching ist immer noch spannend für die Presse. Schatzsuche weckt einfach die Neugier fast aller Menschen, das ist bei Pressevertretern nicht anders. Daher kannst Du die lokale und überregionale Presse zum Auftakt einladen. Am Besten macht ihr auch einen oder mehrere Geocaches gemeinsam, um Erfahrungen aus erster Hand zu ermöglich und um den Spieltrieb der Leute zu befriedigen. Außerdem entstehen so gleich spannende Bilder.Nicht unterschätzen solltest Du die sehr aktive Geocaching Blogger und Podcasting Szene. Gerne unterstütze ich Dich hier, wir haben einen ziemlich vollständigen Verteiler. Du kannst die Blogger vor dem Start zum Beta-Test einladen und so bereits im Vorfeld Neugier in der Community schüren. Es gibt im übrigen auch zwei deutschsprachige Geocaching Print Magazine, die immer sehr dankbar für News rund um das Spiel sind. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner GeoTour und viele neue Besucher für Deine Region!

Bei weiteren Fragen melde Dich jederzeit kostenfrei unter 0800 4343461 oder info@kundenschatz.de

2 Kommentare

  1. Übernachtungen generieren durch Geocaching. Sehr schön. Das gefällt mir.
    Vor längerer Zeit hatte ich dazu etwas in einem Forum geschrieben und überwiegend negative Reaktionen bekommen.
    Es gibt eine große Diskrepanz zwischen dem, was im Netz geschrieben wird: wenige, aufwendige Caches, am liebsten lange Multis und dem, was die Logs beweisen: Hauptsache ganz viele leicht erreichbare Caches, also viele Punkte.
    Ich würde jede Geotour mit 500 einfachen Dosen an der Leitplanke einer Geotour mit 20 aufwendigen Caches vorziehen. Die meisten Cacher interessiert nur die Masse der Logs. Schau Dir die ET-Highway-Cacheserie und andere große Serien an. Und je mehr Dosen vorhanden sind, desto mehr Cacher kommen und müssen länger suchen, generieren also mehr Übernachtungen.
    Die Favoritenpunkte können täuschen: oft gibt es Dosen mit extrem vielen FP. Das sind dann ganz besondere Caches aber auch ab und zu etwas Illegales.
    Ich würde immer auf die Masse setzen. Damit ist der Erfolg garantiert.

    • Hallo Tobias. Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, wenn die Fund-Ratio stimmt, kommen die Geocacher in Scharen. Und kurzfristig geht die Rechnung auch auf. Mittelfristig halte ich Qualität aber besonders für Akteure, die damit auch Imagepflege betreiben wollen für unabdingbar. Ich habe selber 2 Dosen vom E.T. Highway gemacht. Das hat gereicht, danach war mein Bedarf gedeckt. Nie würde ich jemandem begeistert davon erzählen oder gar ein Foto oder Video davon im Netz teilen. Ganz anders bei intelligent gestalteten Geocaches. Davon erzähle ich begeistert. Wir versuchen, einen Mittelweg zu gehen. Unsere jüngste GeoTour ist die in Oldenburg: https://www.geocaching.com/play/geotours/oldenburg Hier haben wir eine überschaubare Anzahl an Caches (9 Stück), die allesamt recht außergewöhnlich sind. Die Caches reichen für einen erfüllten Cache-Tag, bekommen hinreichend viele Favoritenpunkte und werden per Mundpropaganda weiterempfohlen. Ehrlich gesagt hätten die 8 Tradis und der Bonus auch als Multi angelegt werden können. Dann wäre aber natürlich kaum jemand gekommen.
      Im Übrigen will ich mir auch noch im Spiegel ins Gesicht schauen können. Das könnte ich nicht, wenn wir Dosen verstecken würden, die uns selbst nicht begeistern würden.

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