Abfallwirtschaft Marketing

Abfallwirtschaft Marketing – keine leichte Aufgabe!

Abfallwirtschaftsunternehmen haben keine leichte Aufgabe: sie erledigen die notwendige Drecksarbeit in der Stadt, sind also notwendige Bestandteile der Infrastruktur. Wenn das gut läuft, sagt niemand was dazu. Doch sobald mal etwas aus der Reihe läuft, sind die Beschwerden nicht weit. Grund zur Aufregung gibt es viel: wilde Müllecken, nicht abgeholte Säcke, Erhöhung der Gebühren, …

Abfallwirtschaftsunternehmen müssen also die Aufgabe meistern, trotz eines undankbaren Jobs und trotz zahlreicher Anlässe zu Beschwerden ein positives Image zu vermitteln. Doch wie kann dies gelingen? Wir arbeiten seit einigen Jahren mit AHA, dem Abfallwirtschaftsbetrieb der Region Hannover zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit möchte ich heute einige sehr positive Highlights vorstellen. Abfallwirtschaft Marketing kann nämlich durchaus auch mit Spaß und auf spielerische Weise geschehen!

Abfallwirtschaft Marketing durch Gamification

Wenn Firmen an uns heran treten, dann weil wir uns spezialisiert haben auf ein bestimmtes Spiel, welches Millionen von Menschen bewegt. Die Rede ist von Geocaching, einer Art Schnitzeljagd, bei der es darum geht, mit Hilfe von GPS-Koordinaten und Smartphone nach kleinen und größeren Schätzen zu suchen. Diese Schätze wurden von anderen Spielern an möglichst interessanten Orten versteckt und dann auf der weltgrößten Plattform für das Spiel veröffentlicht (www.geocaching.com). Nach der Veröffentlichung können also alle angemeldeten Spieler losgehen, um diese Schätze zu suchen.

Wir agieren ebenfalls als Spieler und konzipieren solche Schätze im Auftrag unserer Kunden. 2013 trat AHA an uns heran und fragte, ob wir ihnen zum 10. Jubiläum auch ein paar Geocaches entwickeln würden.

Das haben wir dann natürlich gerne gemacht. Grundidee war es, Geocaches in Form von Mülltonnen und Streugutkisten zu planen. 10 Stück sollten es werden plus zwei Bonus-Caches. Die Geocaches haben wir mit je einem thematisch passenden Spiel ausgestattet und an Wirkstätten von AHA platziert. Dazu gehören Wertstoffhöfe, die Deponie sowie öffentliche Straßen.

Im August 2013 wurden diese Geocaches veröffentlicht und seither über 15.000 mal besucht!

Nach wie vor ziehen sie jeden Tag Menschen zu den Betriebsstätten und informieren auf spielerische Art über die Arbeit von AHA.

So ist zum Beispiel ursprünglich ein Geocache dabei gewesen, der sich nur öffnen lies, wenn die Geocacher den Slogan von AHA in ein Mikro gesprochen haben. Ein Spracherkennungsmodul hat dies erkannt und dann das Schloss freigegeben. Kein Spieler, der dies gemacht hat, dürfte den Slogan jemals wieder vergessen.

Andere Geocaches verlangen etwas Recycling-Kompetenz und fragen die richtige Sortierung von Müll ab. Darüber lässt sich dann der Code zum Öffnen eines Tresors heraus finden.

Hier eine Bildergalerie der Geocaches:

Die Geocaches sind sowohl auf geocaching.com verfügbar als auch auf einer eigens dafür eingerichteten Seite des Abfallentsorgers:

https://www.aha-region.de/service/aktion/schahatzsuche/?L=0

Hier die Links zu den einzelnen Caches:

https://coord.info/GC4GA8N

https://coord.info/GC4GA8R

https://coord.info/GC4GA8V

https://coord.info/GC4GA8W

https://coord.info/GC4GA8Y

https://coord.info/GC4GA92

https://coord.info/GC4GA93

https://coord.info/GC4GA9A

https://coord.info/GC5P899

Sekundär-Effekte im Marketing

Natürlich ist solche eine Marketing Maßnahme relativ ungewöhnlich und daher ein schöner Presseaufhänger. Zur Veröffentlichung gab es eine Reihe von Artikeln, wie z.B. diesen her: http://www.presse-niedersachsen.de/schahatzasuche-per-gps

Doch nicht nur die Presse bereichtet darüber, auch Geocacher aus aller Welt bloggen, vloggen und fotografieren die Geocaches.

Wir haben schon sehr häufig Bilder unserer Geocaches auf Instagram, Facebook und anderen sozialen Netzwerken entdeckt.

Hier ein Beispiel:

In diesem Video des Geocaching Vloggers kann man auch einen der Geocaches entdecken:

Die Geocaches sind so außergewöhnlich, dass sie wirklich aus der Masse an Schätzen heraus stechen. Geocacher honorieren dies durch begeisterte Logeinträge wie diesen hier:

„Wieder in Hannover eingetrudelt hatten enzii und ich noch Zeit eingeplant, um hier noch ein paar Dosen zu besuchen.

Und noch so eine Dose, bei der man eine besonders gute Figur macht 😁😂
Und super gemacht. Mit Geduld und Spucke kommt man dem Ziel stetig näher… und wie so oft – der richtige Blickwinkel ist immens wichtig 😉!! Ein schönes Ding!

Vielen Dank und viele Grüße – Jemmlo“

Aber eben auch durch zahlreiche Posts in sozialen Medien. Diese sekundären Effekte entstehen von ganz allein, wenn die Geocaches eine entsprechende Qualität haben!

Marketing und CSR verbinden

CSR, also Ccorporate social responsibility meint die soziale Verantwortung, die auch Unternehmen tragen. Unternehmen sind ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft und als solche sind sie maßgeblich für deren Entwicklung mitverantwortlich. Immer mehr Unternehmen stellen sich dieser Verantwortung z.B. durch soziales Engagement, durch Spenden, Aktionen und vieles mehr.

AHA hat ein Programm namens „Putzmunter“ ins Leben gerufen. Dabei werden die Einwohner Hannovers jedes Jahr aufgerufen, die Stadt gemeinsam sauber zu machen. AHA stellt Handschuhe, Müllsäcke und Container bereit und die Bürger können sich an Gruppensammelaktionen beteiligen.

Dies passt ideal zum Spiel Geocaching! Auch Geocacher machen regelmäßig solche Aktionen und nennen das CITO, also „Cache In, Trash Out“. Grundgedanke ist, der Welt, die wir ja als Spielfeld nutzen, hin und wieder etwas zurück zugeben. Geocacher treffen sich also zu CITO Events und sammeln dann gemeinsam Müll auf. Auch das können sie dann in der App loggen ähnlich wie einen Geocache. Im Spiel gibt es einen Punkt sowie mitunter spezielle digitale Souvenirs dafür. Wer mehr darüber wissen will, findet hier einen kurzen Film sowie einen Artikel dazu:

https://www.instagram.com/tv/BrnAK3Un4D4/

http://www.cacher-reisen.de/cito-2019-zwei-neue-souvenirs-bei-groundspeak/

Jetzt ist es natürlich naheliegend, dies miteinander zu kombinieren! Und das haben wir auch schon mehrfach getan. 2015 haben wir gemeinsam mit AHA das wohl größte CITO-Event der Welt aufgezogen. Über 300 Geocacher kamen zusammen, um gemeinsam ein Waldstück von Müll und Unrat zu befreien. Die Geocacher kamen dabei aus ganz Deutschland angereist und auch die Presse war ganz verzückt.

Marketing zur Produkteinführung

Insgesamt ist AHA als Abfallentsorger schon ziemlich aktiv in der Kommunikation. Die Facebook Präsenz macht richtig Spaß und zeigt auf unterhaltsame Art immer wieder neue Aspekte des vielfältigen Dienstleistungsspektrums.

Das allein wäre natürlich zu wenig. Im Sinne der Müllvermeidung hat AHA daher eine Initiative gestartet. Es geht um einen wiederverwendbaren Coffee2Go Becher. Das Ganze nennt sich Hannoccino und ist mittlerweile gut in der Stadt etabliert. Demnächst soll es noch Deckel dazu geben. Und um diese presse- und öffentlichkeitswirksam einzuführen, haben wir auch hier 2 Geocaches konstruiert. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Wir sind sicher, auch diese Geocaches werden die Spieler begeistern und Aufmerksamkeit auf das Projekt lenken!

Es ist also gar nicht so schwer, auch eher unbeliebte Themen wie Müll und Recycling ansprechend und spielerisch in Szene zu setzen.

Ist das auch für Sie von Interesse?

Dann kontaktieren Sie uns gern unter 0800 4343461 oder per mail an pflieger@geheimpunkt.de

 

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Formular zurücksetzenBeitragskommentare